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Panama

Panamas Welkulturerbe

Auf den Spuren der Geschichte eines Landes


Festung Portobelo

Portobelo ist ein Meer- und Regenwaldschutzgebiet. Die ca. 350 000 km² werden von rund 3000 Einwohnern bevölkert, hauptsächlich von den farbigen Nachkommen der von den Eroberern eingeführten Sklaven. Die wirtschaftlichen Hauptbereiche sind das Fischen, der Kokosnussexport und der Tourismus.


Im Innern des Städtchens befindet sich das "Customs House", ein koloniales Gebäude, das erst kürzlich restauriert wurde und früher als Lagerhaus für Goldfrachten nach Spanien diente. Das gesamte Gold aus den Kolonien Spaniens in Südamerika wurde in Portobelo zwischengelagert. Ganze Schätze aus Peru wurden auf Maultieren auf dem Camino de Cruces von Panama City bis ins Städtchen Las Ventas transportiert und in Booten über den Fluss Chagres nach Portobelo gebracht, von wo aus sie nach Spanien verfrachtet wurden. Portobelo wurde am 20. März 1597 gegründet.


Festung San Lorenzo

Sie befindet sich an der Mündung des Flusses Chagres. Um dort hinzugelangen, muss man über die Gatun-Sperre zum Fort Sherman, einem ehemaligen US-Stützpunkt.

Die Festung ist umgeben von dichtem und abwechslungsreichem Regenwald. Das Schutzgebiet um San Lorenzo erstreckt sich über 9'653 Hektar Regenwald und 20 km Küste.

Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das Schloss San Lorenzo, der Camino de Achiote, Pfade zur Vogelbeobachtung, der Französische Kanal, der Fluss Chagres per Boot oder per Kayak und das Gebäude der Kanalschutzwache, das im Ersten Weltkrieg erbaut wurde.


Archäologische Sehenswürdigkeiten des alten Panamas

Panama City, die erste spanische Stadt an der amerikanischen Pazifikküste, wurde im Jahre 1519 von Pedradiras Davila gegründet, inmitten eines Küstengebiets mit einheimischen Fischerdörfern.

Panama City wurde zu einem strategischen Punkt für den Kolonialhandel. Man schätzt, dass im 16. und 17. Jahrhundert 60% des amerikanischen Silbers durch diese Stadt transportiert wurden, die ebenso als Knotenpunkt des inneramerikanischen Handels fungierte. Güter aus Ländern wie Nicaragua, Ecuador, Costa Rica, Peru und Mexiko wurden nach Panama City gebracht, um von dort aus zu anderen Orten des Kontinents verfrachten zu werden. Panamas Position als eines der wichtigsten Expeditionsziele und seine strategisch gute Lage für den Handel bestimmten das Schicksal des Landes, das zu einer internationalen Transitstation wurde.

Panama lag an einem großen Fluss und entwickelte sich schnell zu einer Hafenstadt. So wie in jeder spanischen Stadt wurde die damalige soziale Ordnung in ihrer architektonischen Gestaltung widergespiegelt. Die höchstgelegenen Punkte waren für königliche und kirchliche Gebäude bestimmt, die Wahrzeichen der Krone und der katholischen Kirche, beides hohe Instanzen der damaligen Kolonialgesellschaft.


Das alte Panama bestand in seiner Entstehungszeit aus einer Handvoll einfacher Hütten. Mit der Zeit verbreiteten sich Holzkonstruktionen immer mehr und stellten über eine lange Zeit die Mehrheit der Gebäude dar. Stein wurde bereits Ende des 16. Jahrhunderts verwendet, aber ausschließlich für Regierungsgebäude, Kirchen und die besten Häuser. Panama besaß damals mehrere Regierungsgebäude, so dass die Landschaft recht abwechlungsreich war.


In Panama befand sich außerdem der Königliche Gerichtshof, ein spanisches Gericht, und als solches ein bedeutendes Regierungsamt. Die Elite der Landherren und Handelsmänner lebten in der Stadt und zeitweise bis zu 10'000 Einwohner, was für die damalige Zeit eine beträchtlich Anzahl ist.


Panamas Bedeutung als Handelszentrum lockte habgierige Piraten an. Im Jahre 1671 attackierte der englische Pirat Henry Morgan die Stadt und hinterließsie in Trümmern. Zwei Jahre später wurde die Stadt ins heutige Casco Antiguo versetzt und der alte Standort für über zwei Jahrhunderte verlassen. Aus diesem Grund blieben die alten Gebäund Anlagen unberührt und geben dem Besucher einen wahrheitsgetreuen Einblick in die Kolonialzeit von Panama City.

Der historische Kern der Stadt (2000)

Nach den Angriffen auf das alte Panama versetzte man alle Straßen und Gebäude der Stadt. Von 1673 bis 1910 unterging die ummauerte Stadt vielen Veränderungen und wurde von mehreren europäischen Baustilen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts beeinflusst, wobei die Neoklassik sich am meisten durchsetzte. Man findet eine Bandbreite an französchischen, italienischen und spanischen Tendenzen in der Baukunst wieder. Den italienischen Einfluss sieht man am Staatspalast, am Staatstheater, am Palacio de Gobierno y Justicia und am Gebäude des Obersten Gerichtshofes (in dem sich heutzutage das Nationale Kulturinstitut befindet). Die Präsidentengebäude haben eine eindeutige spanische Stilrichtung.

*Quelle: Inhalte und Bilder Tourismusbehörde Panama - www.visitpanama.com


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