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Costa Rica

Nördliche Puntarenas-Region
Geschützte Gebiete


NATURSCHUTZGEBIETE ISLA GUAYABO, ISLA NEGRITOS UND ISLA DE LOS PÁJAROS

Der Zugang zu diesen Inseln im Golf von Nicoya ist wegen ihrer einzigartigen ökologischen Bedingungen begrenzt. Guayabo ist einen massiver Fels aus Sedimentgestein mit einer Fläche von sieben Hektaren und einer maximalen Höhe von 50 Metern. Die Insel ist von Bäumen, Dornpflanzen und Coyol-Palmen bewachsen und ist ein Nistplatz für Seemöven, Brauntölpeln, Fregattenvögeln und der größten Kolonie von braunen Pelikanen in Costa Rica.

Die Islas Negritos bestehen aus zwei Felsen vulkanischer Herkunft und besitzen hohe Klippen. Der 80 Hektar große, halbimmergrüne Wald der Insel bietet Fregattenvögeln, Seemöven, Brauntölpeln, Papageien, Weißschwanztauben und braunen Pelikanen Schutz. Wegen ihrer Lage im Nicoya-Golf können diese Inseln und Guayabo von der Küstenschifffahrt und von touristischen Schiffen aus, die auf dem Weg nach Paquera und den Islas Tortugas sind, gesehen werden. Die Isla de los Pájaros hat die Form einer runden Kuppel. Sie hat eine Fläche von nur 4 Hektaren, besteht aus Sedimentgestein und in ihrem tropischen Trocken- bis Feuchtwald nisten Pelikane, Fregattenvögel und Brauntölpel. Sie liegt nur eine kurze Strecke von der Costa de Pájaros entfernt.

NATIONALPARK CARARA

Ursprünglich im Jahre 1978 als Naturschutzgebiet eröffnet, änderte dieser Park seine Betriebsführung einige Jahre später. Der Nationalpark Carara ist ein Übergangspunkt vom Trockenwald zum tropischem Feuchtwald und erstreckt sich über ein Gebiet von 5'242 Hektaren, die drei verschiedene Vegetationszonen und viele Baumarten enthalten, die wegen ihres Holzes geschätzt werden, sowie Ojoche, Guanacaste, Cristóbal und Nazareno.

Unter den wildlebenden Tieren im Park fällt vor allem der Halsbandpekari, der Ozelot, der Kapuzineraffe und - wohl am typischsten - der rote Ara auf, der in diesem Park und auf der Osa-Halbinsel relativ leicht beobachtet werden kann. Zu den Serviceleistungen für Besucher gehören Parkplätze, ein Auskunftsbüro, eine Parkaufseherstation, Trinkwasser, Toiletten, Picknickplätze, Aussichtpunkte und ausgeschilderte Wege sowie der Las Aráceas (1'200 Meter) und Quebrada Bonita (1'500 Meter).


NATIONALPARK ISLA DEL COCO

Dieser Nationalpark wurde dank seiner unvergleichlichen natürlichen Schönheit und seinem biologischem Reichtum 1997 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Mit 24 Quadratkilometern Fläche weist diese Insel bis zu 183 Meter hohe Klippen und eine unendliche Anzahl von Unterwasserhöhlen auf. Der Park wurde 1978 gegründet und besitzt an seinem nördlichen Ende zwei Hauptbuchten, Wafer und Chatham, die die beiden einzigen Sandstrände der Insel darstellen. Das außergewöhnlich klare, türkisfarbene Wasser zusammen mit der großen Anzahl an Steinformationen bilden ein einzigartiges Wohngebiet für die Fülle an Fischen, Haifischen (Hammerhai und Hochsee-Weißflossenhai), Delfinen, Riesenmantas, Weichtieren und vielen anderen Meerestieren, die diese Insel zu einem der eindrucksvollsten Tauchgebiete der Welt machen.

Dank ihrer klimatischen Bedingungen besitzt die Insel wunderschöne, immergrüne Wälder. Die zahlreichen beeindruckenden Wasserfälle und die legendären Geschichten von Piraten und Schatzsuchern - die nach einem angeblich auf der Insel versteckten Schatz suchten - machen aus der Isla del Coco einen Ort von unbeschreiblichem ökologischen und historischen Wert. Die Serviceleistungen für Besucher umfassen ein Auskunftsbüro, eine Parkwächterstation, Wege, Markierungen, Toiletten, Trinkwasser und mehrere natürliche Aussichtspunkte.

NATURSCHUTZGEBIET ISLA ALCATRAZ (TORTUGA)

Bekannt als Tortuga, liegt die Isla Alcatraz inmitten der Gewässer des Nicoya-Golfs. Es gibt keine Hotels oder andere Serviceleistungen für Touristen, so dass Besucher die Insel für ein paar Stunden in ihrem natürlichen Zustand genießen können. Sie können sich im Schatten von Palmen ausruhen oder auf dem weißen Sand sonnenbaden. Es werden Aktivitäten wie Kajak fahren, Tauchen im kristallklaren Wasser oder Touren durch die Wälder der Insel angeboten. Diese Insel wird von verschiedenen Reiseveranstaltern und Schiffsverkehr-Unternehmen bedient, die von Puntarenas, Montezuma und Herradura aus abfahren.

NATURRESERVAT CABO BLANCO

Dieses Reservat befindet sich zehn Kilometer von Montezuma entfernt am Südende der Halbinsel Nicoya und schützt 1'272 Hektar Land- und 1'700 Hektar Meergebiet. Seine Primär- und Sekundärwälder (im Prozess natürlicher Regeneration) enthalten um die 140 Baumsorten, darunter sowohl immergrüne als auch laubwechselnde Arten. Zu den wildlebenden Tieren gehören Hirsche, Kongo- und Kapuzineraffen, Kojoten und Eichhörnchen. An Wasservögelarten gibt es hier Braunpelikane, Brauntölpel, Fregattenvögel und viele andere. Cabo Blanco ist ein reizvolles Gebiet mit unberührten Stränden, die über bestehende Pfade erreicht werden können.

NATIONALPARK PALO VERDE

Der Nationalpark Palo Verde liegt 15 Kilometer südlich von der Stadt Bagaces und erstreckt sich über ein Gebiet aus Überschwemmungsgebieten, Süßwasser- und Salzwasserlagunen und Marschland und weist den dichtesten Bestand von Wasservögeln in Costa Rica auf. Hier können Vogelarten wie Jabirus, Herbstpfeifgänse, Moschusenten, Reiher, Blauflügelenten, Ibise und Kanadareiher beobachtet werden. Nahezu 300 Vogelarten wurden in diesem Nationalpark identifiziert, der für eines der geeignetsten Gebiete zur Vögelbeobachtung in Zentralamerika gehalten wird. Andere sehenswerte Tiere sind Nasenbären, Halsbandpekaris, Kojoten, Hirsche und Affen. Zusätzlich bietet der Fluss Tempisque 36 befahrbare Kilometer, von wo aus die verschiedenen Landschaften und Lebensräume von Palo Verde beobachtet werden können. Der Park bietet seinen Besuchern Trinkwasser, Schutzhütten, Unterkünfte für Forscher, Wege und Aussichtspunkte.

NATIONALPARK MANUEL ANTONIO

Der 683 Hektar große Nationalpark Manuel Antonio ist mit seinen atemberaubenden Landschaften als einer der vielfältigsten des Landes. Von den mit dichtem, tropischem Feuchtwald umgebenen Wegen des Parks aus können Kapuzineraffen, Faultiere, Nasen- und Waschbären, Leguane und viele Vogelarten gesichtet werden sowie der Mittelamerikanische Totenkopfaffe (Saimiri oerstedii citrinellus), der nur in diesem Teil der Welt vorgefunden wird. Diese Affenart ist stark vom Aussterben bedroht und bei der letzten Zählung wurden nur noch 1'500 lebende Exemplare vorgefunden.

Der Park schützt ebenfalls zwölf Inseln, die als hervorragendes Rückzugsgebiet für verschiedene Meeresvogelarten dienen, und verfügt über mehrere schöne Strände (Espadilla Sur, Manuel Antonio und Puerto Escondido), eine 14 Hektar große Lagune und einen Mangrovensumpf. Die wunderschöne Punta Catedral verbindet die Strände von Manuel Antonio und Espadilla Sur. Zu den Serviceleistungen für Besucher gehören ein Auskunftsbüro, eine Parkwächterstation, Wege, Toiletten, Trinkwasser, Markierungen und verschiedene natürliche Aussichtspunkte.


Quelle: Inhalt und Bilder vom Fremdenverkehrsamt Costa Rica - www.visitcostarica.com


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