ALTA VERAPAZ
Die Candelaria Höhle ist mit einer Länge von 30 km die bedeutendste Höhlenformation in der Region. Sie ist eine der zwei längsten Höhlen in Amerika und eine der sechs längsten der Welt. Die Mayas sahen in der Höhle einst den Zugang zur Unterwelt Xibalba. Auch heutzutage finden noch Zeremonien in der Höhle statt. Die Haupthalle ist ca. 22 km lang. Teilweise fällt Licht durch die durch Einbrüche entstandenen Fenster in der Decke der Höhle.
Eine der Hauptattraktionen der Region ist Semuc Champey , eine Reihe von natürlich geformten Becken und Teichen. In der Kekchi Sprache der Mayas bedeutet Semuc Champey soviel wie Heiliges Wasser. Der Cahabon Fluss fließt am Eingang von Semuc Champey untere die Erde und tritt ca. 400 m weiter wieder ans Tageslicht, nachdem er durch die natürliche Kalksteinbrücke mit ihren kleinen Becken voll glasklarem Wasser geflossen ist. In den Becken dieses außergewöhnlichen Naturschauspiels spiegelt sich das Wasser in Schattierungen von hellem Smaragdgrün bis dunklem Saphirblau. Kleine Fische schwimmen darin herum und auch die Besucher sind herzlich willkommen sich im kühlen Nass zu vergnügen.
Die Lanquin Höhlen in der Nähe beheimaten eine große Gruppe von fruchtfressenden Fledermäusen. In der Dämmerung fliegen tausende von ihnen aus der Höhle in die Nacht hinaus auf der Suche nach Nahrung. Die Höhle war bereits bei den Maya bekannt und ein heiliger Ort, an dem religiöse Opfergaben dargebracht und Rituale praktiziert wurden. Für die Einheimischen ist die Höhle auch heute noch heilig und wird auch weiterhin für unterschiedliche Zeremonien genutzt. Auf dem Weg durch die Höhle können Sie viele unterschiedliche, eindrucksvollen Felsformationen, Stalaktiten und Stalagmiten sehen. Die Höhle ist im Hauptteil mit elektrischem Licht und einem Pfad - zum Teil mit Geländer - versehen, der Boden ist jedoch häufig feucht und rutschig. Gutes Schuhwerk und eine Taschenlampe sind zu empfehlen.
Ein weiterer Ort dessen Besuch sich während Ihres Aufenthalts in Alta Verapaz lohnt, ist die Lachua Legune . Der Lachua See sieht wie ein kleines karibisches Meer inmitten des tropischen Regenwaldes aus. Der See ist umgeben von üppig grüner Vegetation darunter Mahagoni und Zedernbäume und einer exotischen Fauna, wie zum Beispiel Jaguaren (dessen Fußspuren oft am Seeufer zu sehen sind), große Maifische, die aus dem kristallklaren Wasser springen, und bunte Vögel wie Papageien und Tukane.
Jeder, der Alta Verapaz besucht, sollte das beliebte landestypische Gericht Kac-Ic probieren; eine Suppe, die mit Truthahn und Samat, einem einheimischen Kraut, zubereitet wird. Die Artefakte, die von den lokalen Kunsthandwerkern hergestellt werden, bestechen durch ihre Liebe zum Detail wie an den bemalten Töpfen, farbenfrohen Textilien und Silberwaren zu sehen ist, so wie an den Chachales, den typischen Halsketten der Frauen von Coban, die damit ihre traditionelle Zeremoniebekleidung schmücken.
BAJA VERAPAZ
Die Kirche von Salama ist eine architektonische Sehenswürdigkeit in der Region. Sie verfügt über vierzehn Altäre, Schnitzereien von unschätzbarem Wert und Bildern, die noch aus der vor-spanischen Epoche stammen. Der Minerva Tempel , der in der neoklassischen Periode erbaut wurde, befindet sich ebenfalls in Baja Verapaz. Zu den natürlichen Attraktionen der Region gehören die Flüsse Salamá, Chilascó, San Isidro und Las Flautas. Der Wasserfall von Zacualpa , mit einer Falltiefe von ca. 220 m, ist nicht nur ein beeindruckendes Naturschauspiel, sondern wird auch zur Elektrizitätsgewinnung genutzt. Salamá gilt als das zweite Antigua, aufgrund seiner feierlichen Stimmung und den Prozessionen in der Osterwoche.
In der Nähe von Salama befindet sich das Mario Dary Rivera Naturreservat ( Biotopo del Quetzal ), das zum Schutz des Quetzal Vogels gegründet wurde, der Nationalvogel Guatemalas und verehrt von den Mayas. Wanderwege führen durch den Nebelwald in dem Sie Orchideen, Farne und Bromelien, sowie Eulen, Kolibris und Tukane bewundern können. Auch wenn es nur selten vorkommt, dass man einen der farbenprächtigen, rot-grünen Quetzal Vögel zu Gesicht bekommt, sollten Sie sich einen Besuch dieses paradiesischen Fleckchens Erde nicht entgehen lassen.
Quelle: Inhalt mit freundlicher Genehmigung des Guatemalan Institute of Tourism - www.visitguatemala.com