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Guatemala

Hauptsehenswürdigkeiten am Atitlan See

Bilderbuchlandschaft, traditionelle Dörfer & Vulkane ...


Atitlan See


Die Entstehung des Sees ist ebenso dramatisch wie seine Schönheit. Nach seiner geologischen Geschichte zu urteilen, war das Gebiet einmal Teil eines riesigen Vulkans, der vor ca. 85.000 Jahren bei einem gewaltigen Ausbruch seine Spitze verloren hat. Man sagt, dass Asche und Steine von diesem Ausbruch sogar in Panama gefunden wurden, und dass der Ausbruch das Klima weltweit beeinflusst hat. Der heutige See war also einmal der Krater einen gewaltigen Vulkans.

Durch die fortdauernde vulkanische Aktivität in der Umgebung entstanden die drei imposanten Vulkane, die wir heute am Ufer des Sees sehen. El Toliman, Atitlan und San Pedro ragen am Südufer bis zu 3357 Meter über dem Meeresspiegel in die Höhe. Hinzu kommen die Berggipfel des Cerro Chicul und Santa Clara mit einer Höhe von ca. 2430 m über dem Meeresspiegel. Am Westufer liegen außerdem der Cerro San Marcos und der Cerro Cristalino, deren Gipfel eine Höhe von 2918 bzw. 2251 m über dem Meeresspiegel erreichen. Wenn man jetzt noch die benachbarten Hügel und andere nahe gelegene Berge dazu nimmt, die bis zu 1000 m in die Höhe ragen, ergibt sich ein beeindruckendes Landschaftsbild. Eine wahrlich atemberaubender natürlicher Rahmen für den See, dessen Wasseroberfläche ca. 125 qkm umfasst, der 18 km an der breitesten Stelle misst, in der Mitte 400 m tief ist und auf 1560 m über dem Meeresspiegel liegt.

Landschaftlich reizvolle Strassen, Strände und kleine Gemeinden am Seeufer ergänzen die natürliche Schönheit des Sees. Die zahlreichen Dörfer am Seeufer liegen am Fuße der Vulkane und Berge und sind schon für sich einen Besuch wert. Ihre Indiomärkte sind bestens für den Kauf von handgefertigten Kunstwerken und Textilen geeignet sowie für einzigartige kulturelle Erfahrungen.

Panajachel


Der vollständige Name dieser Stadt ist San Francisco Panajachel. Es ist eine vor-kolumbianische Siedlung an der Mündung des Panajachel Flusses in den See, die von den Kakchiquel Mayas gegründet wurde. Panajachel war der Schauplatz der letzten Schlacht zwischen den Spaniern und ihren Verbündeten den Kakchiquel gegen die Tzutujiles und auch der Ort, an dem später Franziskanische Mönche ein Kloster gründeten. Heutzutage ist diese reizvolle Stadt inmitten von Kaffeeplantagen, Gärten und Gemüsefeldern die wichtigste Gemeinde in der Region. Hier finden Sie die größte Konzentration an Hotels, Diskotheken, Unterhaltungsmöglichkeiten, Geschäften und natürlich Touristen, da Panajachel ein großartiger Ort zum Einkaufen von Kleidung, Textilien und Kunsthandwerk ist.

Östlich von Panajachel liegt das Tal von San Buenaventura, Heimat eines Naturreservats und zahlreicher Schmetterlinge. In den üppigen Wäldern gibt es eine Vielzahl an Wanderwegen und sogar eine Kaffeeplantage mit biologischem Anbau.

Santiago Atitlán


Eine historisch faszinierende Stadt römisch-katholischen und evangelischen Glaubens und des Glaubens an den Maximón. Die Verehrung des Maximón durch die Maya reicht Jahrhunderte zurück und ist einer der bemerkenswertesten religiösen Bräuche in der Region. Die Maya beten zu dieser menschenähnlichen Holzstatue, die in der Regel einen Hut, Krawatten und Schals und einen Anzug trägt und Zigarren raucht. Die Statue ist von Zigaretten, Alkohol und Blumen umgeben, die die Gläubigen als Opfergaben für eine gute Ernte, Erfolg, Regen, Sonne, Glück und alles wofür man beten kann darbringen. Die Gottheit ist Teil des Glaubens der Tzutujil Maya Kultur und repräsentiert durch die Vermischung der Rituale mit dem katholischen Glauben in der Osterzeit den kulturellen Widerstand der Gemeinden rund um den See und besonders in diesem Ort.

Die Umgebung des Atitlan Sees


Santiago Atitlán, San Antonio Palopó, Santa Catarina Palopó, San Pedro La Laguna, Santa Cruz La Laguna und viele andere Städte, die von den Kakchiquel und Tzutujil Mayas gegründet wurden, umgeben den See. Eine jede hat ihren eigenen Charakter, unterschiedliche Feiertage und Märkte, stellt sein eigenes Kunsthandwerk her und trägt die eigene farbenfrohe Tracht. Diese Städtchen liegen entweder am Ufer des Sees oder an den steilen Berghängen der Hügel und Vulkane. Alle können per Boot oder Strasse erreicht werden.

Aktivitäten auf und um den See


Bei so einem See überrascht es nicht, dass Wassersportmöglichkeiten in Hülle und Fülle zu finden sind, wie zum Beispiel: Sportangeln nach dem Schwarzbarsch (bis zu 4 kg schwer); Anmietung von Hobby Cats, um den See im Segeln zu erkunden; Kajakfahren in den ruhigen Wassern zu Fuße der Vulkane; Wasserskifahren oder Wake Boarding mit einem individuell für Sie gemieteten Motorboot; Tauchen, um in den Tiefen des Sees die spektakulären vulkanischen Gesteinsformationen und heißen Quellen zu erkunden; sowie Windsurfen. Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten zu Lande sind ebenfalls reichlich vorhanden, wie ein Besuch nahe gelegener Wasserfälle, zahlreiche Vulkan- und Bergbesteigungen, Drachenfliegen, Mountainbiking, Reiten, Besuche von Naturreservaten und Kaffeeplantagen, Kunsthandwerkstouren, Waldwanderwege, Schmetterlingsreservate, Meditations- und Yogastunden, Sonnenbaden, Essen gehen und Einkaufen oder sich einfach in Ihrem Hotel am Seeufer zu entspannen.

Umliegende Attraktionen


In der Nähe des Atitlan Sees, im Hochland der Sierra Madre, einer Region voll von tiefen Schluchten, wunderschönen Tälern, unwegsamem Gelände und weiten Ebenen, gibt es viele interessante Orte zu entdecken. Diese Region ist Geburtsstätte bekannter Künstler und Dichter, wie z.B. Rafael Álvarez Ovalle, dem Autor der guatemaltekischen Nationalhymne und Andrés Curruchiche, dem Begründer der naiven Kunstbewegung unter den Einheimischen.

Chimaltenango
In den Bergen der Sierra Madre gelegen, ist dies die Hauptstadt des Regierungsbezirks. Der zentrale Platz rühmt sich einer der wenigen Brunnen, die noch aus der Kolonialzeit übrig geblieben sind.

Iximché
Die Maya Ruinen in Iximché, das im 15. Jahrhundert von den Kaqchikel regiert wurden, bis die Spanier es 1526 niederbrannten, sind ebenfalls einen Besuch wert. Im Regierungsbezirk Tecpán gelegen, war diese archäologische Stätte vormals die Hauptstadt der Kakchiquel Mayas und Guatemalas erste Hauptstadt – „Das Königreich von Goathemala“. Diese gut erhaltenen Ruinen sind auf einem Vorsprung der hochgelegenen und kühleren Sierra Berge gelegen und umgeben von steilen Hängen und Nadelwäldern.

San Andrés Itzapa
Sechs Kilometer von Chimaltenango liegt San Andrés Itzapa, bekannt für die faszinierende Kapelle und Verehrung des San Simon, auch bekannt als Maximon. Wie auch in Santiago Atitlan ist diese bewunderte Persönlichkeit eine Mischung aus spanischen und indianischen Charakteristika und ein eindeutiges Beispiel für die Vermischung der spanischen und Maya Stammbäume und Traditionen. Hier hat Maximon seine eigene persönliche Kapelle und ihm wird die Fähigkeit zugeschrieben entweder Gutes oder Böses zu vollbringen. Ihm werden Alkohol, Zigaretten und Zigarren dargeboten und bunte Kerzen und Räucherstäbchen werden ihm zu Ehren verbrannt. Die Gläubigen bringen außerdem Tiere, Früchte, Geld und Schmuckstücke als Opfergaben dar. Ein einmaligen Schauspiel, dessen volle Bedeutung für die interessierten Beobachter jedoch schwer nachzuvollziehen ist.

Chichicastenango
Auf 2500 m Höhe über dem Meeresspiegel gelegen, ist diese Stadt bei Touristen vor allem für ihren Markt bekannt, der jeden Donnerstag und Sonntag stattfindet und hunderte von traditionell gekleideten Dorfbewohnern aus der Umgebung anzieht. Durch die feilgebotenen Waren entsteht ein buntes Kaleidoskop an Farben, Textilien, Obst, Gemüse und Blumen. Obwohl das ganze recht kommerziell anmutet, liegt doch viel Geheimnisvolles in der Luft. Sie werden überrascht sein von der bestehenden Mischung aus kolonialem spanischem Katholizismus, modernem Protestantentum und den alten Maya Traditionen, die alle in einer einzigartigen Art und Weise verschmelzen. Es berührt einen zutiefst, wenn man einen Maya Geistlichen umgeben von Räucherstäbchen und Blumen in einer spanischen Kathedrale im Kolonialstil dabei beobachtet, wie er zu einem katholischen Gott betet und gleichzeitig uralte Maya Rituale praktiziert. Hier in Chichicastenango hat Vater Francisco Ximenez im 17. Jahrhundert die Popol Vuh, die reich bebilderte Maya Bibel, gefunden.

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