Nicaragua: Heimat der Poesie und einer spektakulären Geografie oder Heimat des Krieges und des organisierten Verbrechens? Wie kommt es, dass das Wort Nicaragua von Ausländern, bevor sie dieses Land besuchen, mit Visionen über Gewalt und Leid in Verbindung gebracht wird aber schon während ihrer Heimreise Erinnerungen an eine schöne Kultur und eine spektakuläre Natur aufkommen? Warum leidet Nicaragua unter solch einem negativen Bild? Ist dies gerechtfertigt?
In den letzten 8 Jahre, in denen ich Touristen auf ihrer Reise nach Nicaragua begleitet habe, haben diese mir oft erzählt, dass deren Angehörige und/oder Freunde, bei mind. 95% der in Nordamerika und mehr al 70% der in Europa Wohnenden, vor Reiseantritt ihr Besorgnis ausgesprochen haben, was die Sicherheit des Besuches in Nicaragua betrifft. Der Gegensatz zu Nicaragua ist in den Vorstellungen des internationalen Reisenden das südlich gelegene Nachbarland Costa Rica. Nach neusten unabhängigen Studien über nordamerikanische Touristen, die interessiert daran sind Mittelamerika zu besuchen, geben 91% an, dass Costa Rica das Land ist, welches sie wirklich gerne besuchen möchten. Bei der Frage Nicaragua zu beschreiben gaben 47% an, dass das Land "instabil" sei, 20% beschrieben es als "gefährlich" und nur 13% als "freundlich".
Deswegen dient Costa Rica zwangsläufig als Maβstab, mit dem die Wirklichkeit Nicaraguas verglichen wird. Der Vergleich ist sehr nützlich, Nachbarländer mit gegensätzlichem Image. Costa Rica hat unvergleichbare Arbeit in seinem Imagemanagement geleistet, während Nicaragua das gleiche mit negativen Ergebnissen getan hat. Trotz allem, jeglicher Vergleich zwischen den viel geschmähten Nicaragua und den viel gepriesenen Costa Rica sollte der Wirklichkeit entsprechen (nicht dem Image).
Nicaragua ist ein armes Land. Vor 40 Jahren war der Wohlstand von Nicaragua besser als in Taiwan und vor 25 Jahren war er besser als in Costa Rica. Wie auch immer, die Tradition in Lateinamerika ist nicht soziale Freiheit und ökonomische Stabilität. Nicaragua hat im 20. Jahrhundert 45 Jahre unter der Diktatur der Familie Somoza gelebt, die gut für internationale Geschäfte und Handel aber sehr schlecht für die Freiheit und die Demokratie war. Am Ende gewann durch den berühmten Sturz von Somoza die Freiheit, Dank der Revolution von 1978 - 79, angeführt von der FSLN und gekämpft von verschiedenen Gruppen der nicaraguanischen Gesellschaft. Der Preis war sehr hoch, sowohl im humanitären wie auch im ökonomischen Bereich.
Obwohl der Krieg von der Koalition gewonnen wurde, litt die persönliche Freiheit bald erneut, da die FSLN (oder Sandinisten) schnell ihre Macht festigten. Als die Realität klar wurde, dass eine reale Demokratie durch den berühmten Sieg über Somoza nicht erreicht wurde, gingen einige Helden der Revolution zurück in die Berge, um erneut zu kämpfen, dieses Mal gegen die neue sandinistische Regierung.
Drei Jahre später, als die Vereinigten Staaten anfingen die Rebellen zu finanzieren und ehemalige Führer der Nationalen Garde Somozas einstellten, um diese zu dirigieren, wurden sie als die "Kontras" bekannt und ihre Aufstand als der "Kontra Krieg". Im Gegensatz zu der Revolution gegen Somoza, kämpfte die anti- sandinistische Guerilla nur in bestimmten Gebieten des Landes aber die weltweite Diskussion über die Finanzierung brachte dem internationale Ansehen Nicaraguas nur Schande.
Währendessen zerstörte die tödliches Kombination des wirtschaftlichen Embargos der Vereinigten Staaten und die Wirtschaftspolitik der Sandinisten, die mit dem Kampf gegen die Kontras beschäftigt war, die Wirtschaft Nicaraguas. Ein Friedensvertrag wurde endlich unterschrieben, und im Jahre 1990 verloren die Sandinisten die allgemeinen Wahlen und sie übergaben die Macht demokratisch an Violeta Chamarro. Viele der ehemaligen Rebellen von beiden Seiten des Konflikts im Jahre 1980 erlangten einen ansehnlichen Wohlstand und/ oder wurden erfolgreiche Geschäftsmänner. Die wirtschaftlichen Interessen der sandinistischen Führer und eine aggressive Entwaffnungspolitik stabilisierten nach und nach den Frieden in Nicaragua, der dann im Jahre 1995 vollständig erreicht wurde. Die Armut blieb aber weiterhin bestehen.
Zum Vergleich, UNICEF'S 2001 veröffentlichte pro Kopf Bruttonationaleinkommen ist aufschlussreich. In diesen Berichten werden die Vereinigen Staaten mit $ 34.870 pro Kopf und somit mit dem weltweit zweithöchsten Standard aufgeführt. Costa Rica als einer der stabilsten Länder in Lateinamerika wird mit US$ 3.950 pro Kopf angegeben, während Nicaragua nur US$ 420 pro Kopf erreicht. Die weltweiten Statistiken führen Nicaragua als das zweitärmste Land hinter Haiti auf der Welt auf. Ein großer Teil der Probleme Nicaraguas ist die Auslandsverschuldung. Die Auslandsschulden erreichten US$ 6.5 Billionen, was für viele Länder nicht viel ist aber für Nicaragua ist es eine große Last, weil deren jährliches BIP nur US$ 2 Billionen beträt. Im Jahre 2004 war Nicaragua sehr nahe daran 75% seiner Auslandsschulden vom IWF erlassen zu bekommen, die Nicaragua als das Land mit der höchsten Verschuldung einstufen.
Es ist einfach sich vorzustellen, dass ein Jahrzehnt des Krieges und die daraus resultierende Armut bei der Bevölkerung Hoffnungslosigkeit und Depressionen auslöst, und viele sich der Kriminalität zuwenden, mit Wellen von sozialen Konflikten in Folge der Unterdrückung durch
die Regierung. Trotz allem sind die Dinge in Nicaragua nicht so wie die Welt es erwartet oder sich vorstellt.
Ein einfacher Maβstab der Zufriedenheit jeder Bevölkerung ist die Selbstmordrate. Man könnte meinen, dass mit Sicherheit eine zahlungsunfähige Bevölkerung mit der Last des Krieges dazu neigt den Abzug zu drücken oder das Handtuch zu schmeiβen. Die Selbstmordrate in Nicaragua ist, laut der Welt-Gesundheits-Organisation, 6,9 von 100.000. Während die Selbstmordrate Costa Ricas mit 11,8 von 100.000 höher ist. Beide sind noch relativ harmlos im Vergleich mit Ländern wie die Vereinigten Staaten mit 21, 7, Australien mit 26,3 oder Frankreich mit 35,5, nicht ohne die Schweiz zu erwähnen mit 36,5 oder gar Japan mit 50,6 von 100.000.
Wir sehen, dass Geld nicht unbedingt Glück kaufen kann aber die Kriminalitätsrate niedrig hält. Statistiken über die Kriminalität ist ein sehr unsicheres Geschäft, je wirksamer ein Land mit seinen Berichten über die Kriminalität ist, desto mehr steigt es im Rang der Sicherheit ab aber es ist ein nützlicher Beweis als Ausgangspunkt. Nach INTERPOL, im Jahre 2001, war die Kriminalitätsrate 9,927 von 100.000 in England, 7,736 in Deutschland, 4,161 in den Vereinigten Staaten und 1,750 in Nicaragua. Ist es möglich, dass Nicaragua die Heimat von weniger als der Hälfte der Kriminalitäten von England oder Deutschland ist?
Die Mordraten sind ein beliebter Maβstab um die Höhe der Gewaltverbrechen in einem Land zu messen und es die realistischste Variante, da ein Mord nur selten nicht gemeldet wird. Die weltweite Statistik von Morden wird auf 8,86 von 100.000 geschätzt. In Lateinamerika sind diese Statistiken mit durchschnittlich 22,9 von 100.000 etwas härter. Viele der Nachbarländer von Nicaragua in Mittelamerika befinden sich an dem höheren Ende der Liste der Weltskala, genau dort, wo die Welt auch Nicaragua erwartet. Länder wie El Salvador mit 117 von 100.000, Guatemala mit 45 von 100.000 und Honduras mit 41 von 100.000. In den Vereinigten Staaten ist die Mordrate bei 7,1 von 100.000, und die meist bekanntesten Städte für Gewaltverbrechen sind mit 14,8 von 100.000 Los Angeles, 21,9 in Chicago, 31,7 in Atlanta, in Washington D.C. ist die Rate 41.8 und in New Orleans 43,3. Costa Rica, auch "Friedensoase" genannt, ist mit 7,2 auf dem gleichen Platz wie die Vereinigten Staaten und deutlich sicherer als die anderen Länder in Mittelamerika. Und was ist mit Nicaragua? Nicaragua leidet nur unter 3,4 von 100.000, was das Land zu dem Land mit der geringsten Gewaltverbrechen in ganz Mittelamerika macht und eines der sichersten in der Hemisphäre.
Die Mordraten sind ein beliebter Maβstab um die Höhe der Gewaltverbrechen in einem Land zu messen und es die realistischste Variante, da ein Mord nur selten nicht gemeldet wird. Die weltweite Statistik von Morden wird auf 8,86 von 100.000 geschätzt. In Lateinamerika sind diese Statistiken mit durchschnittlich 22,9 von 100.000 etwas härter. Viele der Nachbarländer von Nicaragua in Mittelamerika befinden sich an dem höheren Ende der Liste der Weltskala, genau dort, wo die Welt auch Nicaragua erwartet. Länder wie El Salvador mit 117 von 100.000, Guatemala mit 45 von 100.000 und Honduras mit 41 von 100.000. In den Vereinigten Staaten ist die Mordrate bei 7,1 von 100.000, und die meist bekanntesten Städte für Gewaltverbrechen sind mit 14,8 von 100.000 Los Angeles, 21,9 in Chicago, 31,7 in Atlanta, in Washington D.C. ist die Rate 41.8 und in New Orleans 43,3. Costa Rica, auch "Friedensoase" genannt, ist mit 7,2 auf dem gleichen Platz wie die Vereinigten Staaten und deutlich sicherer als die anderen Länder in Mittelamerika. Und was ist mit Nicaragua? Nicaragua leidet nur unter 3,4 von 100.000, was das Land zu dem Land mit der geringsten Gewaltverbrechen in ganz Mittelamerika macht und eines der sichersten in der Hemisphäre.
Also, die Bevölkerung von Nicaragua ist nicht komplett im Gefängnis und Nicaragua hat nur eine kleine schwach bewaffnete Polizeieinheit. Deswegen muss Nicaragua eine Armee haben, die die Bevölkerung einschüchtert und ständig überwacht, richtig? Trotz allem, Costa Rica gibt an kein Militär zu haben und Nicaragua zählte mit einer militärischen Streitmacht von über 120.000 Männern im Jahre 1980. Teil der Präsidentschaft von Violeta Chamorra als sie ihr Amt im Jahre 1990 nach Daniel Ortega antrat, war der Abbau der bewaffneten Armee der Sandinisten. Dies war die radikalste Entwaffnung des 20. Jahrhunderts, von den 120.000 bewaffneten Männern auf 16.000 Soldaten in weniger als 4 Jahren. Bis heute hat Nicaragua mit 14.000 Soldaten die kleinste Militäreinheit in Mittelamerika. Nach dem Internationalen Institut für Strategische Studien, ist die Militärmacht von Nicaragua ständig kleiner mit einem Prozentsatz, der dieses Land auf den Platz 129 von 132 Ländern der Welt platziert, diese Statistiken geben an, dass das Wachstum des Militärs weltweit 75% beträgt. Verglichen mit Mexiko, dessen Streitmacht ein Wachstum von über 49% aufweist, oder mit dem Extrem von Kolumbien mit mehr al 130%. Tatsächlich befindet sich Nicaragua, mit der Anzahl von Soldaten pro 1.000 Personen, hinter dem friedfertigen Holland.
Nach veröffentlichen Vergleichen über das Kapitel der bewaffneten Streitmächte ,des Jahres 2002 im Buch der Fakten das die CIA veröffentlichte gibt Mexiko jährlich US$ 4 Billionen für das Militär aus, die Nachbarn in Mittelamerika Guatemala und Costa Rica geben pro Jahr jeweils US$ 120 Millionen und US$ 96 Millionen aus. Im Gegensatz dazu gibt Nicaragua nur US$ 26 Millionen jährlich aus. Die gleiche Quelle gab an, dass das Militär in Nicaragua US$ 5.18 pro Person ausgibt, im Vergleich dazu gibt Costa Rica US$ 17,99 pro Person aus. Aber Costa Rica hat doch gar kein Militär! Die Wahrheit ist, sie haben eine Zivile Garde und kein Militär. Die bewaffneten Kräfte von Costa Rica haben keine schwere Artillerie, aber diejenigen, die das Land kennen wissen, dass dies nicht mehr als eins systematische und sehr gute PR ist. Die Streitkräfte von Costa Rica wurden im Territorium von Nicaragua aufgedeckt, als diese am Fluss San Juan patrullierten, ihre nicht existierende Armee hatte Kampfbekleidung an und war mit Kampfwaffen des Typs M-16 ausgerüstet. Nicht nur die Zivile Garde von Costa Rica wurde militärisch ausgebildet (viele in Panama, Israel und in den Vereinigten Staaten), mehr als 2.500 Soldaten schlossen eine Ausbildung spezialisiert in militärischer Intelligenz, psychologischen Beistand, Kommandotaktiken und speziellen Techniken ab, um hier nur einige aufzuführen. Nachdem Costa Rica darauf besteht, dass es kein Militär habe und seine groβe Armee vor den Augen der Welt als nicht existierend angibt, zählt Nicaragua 14.000 schlechtausgerüstete Soldaten.
Trotz allem geht die Öffentlichkeitsarbeit von Costa Rica weit über deren unsichtbare Armee und dem sicheren Image hinaus. Costa Rica nutzt auf eine sehr vorteilhafte Weise das Image, das es hat, für seine große Liebe zur Natur und der Erhaltung einer dauerhaften Demokratie. Keiner kann abstreiten, dass die Verwaltung des Nationalparks von Costa Rica alle Erwartungen übersteigt, es ist einer der bestverwalteten Parks in Lateinamerika und die Werbung, die das Land für seine Parks macht, ist sogar noch besser. Wer würde trotz allem denken, dass sich in Nicaragua die gröβten Regenwälder nördlich des Amazonasbeckens befinden? Wo träumen alle Reisende, Nicaraguas 84 Naturreservate zu besuchen, die eine Fläche von über 21.000 Quadratkilometer haben und somit über 17% der Landfläche Nicaraguas schützen? Ist das nicht Costa Rica? Costa Rica gibt an, dass 27,27% seiner Landfläche unter Naturschutz steht, davon sind 10.27% Nationalparks und die anderen 17"% dienen als "Pufferzone" und Indianerreservate. Die totale Landfläche die unter Naturschutz steht entspricht etwa 14.500 Quadratkilometern, noch 6.500 Quadratkilometern weniger als in Nicaragua. Die Verwaltung der der Naturparks in Nicaragua lässt viel zu wünschen übrig aber nach der Konvention im Internationalen Handel von gefährdeter wilder Flora und Fauna und zum Schutz gefährdeter Spezies, steht Nicaragua auf Platz 28 in der Weltrangliste, weit vor Costa Rica, die sich auf Platz 49 befinden. Was ist mit der Abholzung? Die höchste Rate in Lateinamerika hält Costa Rica mit 520 Quadratkilometern jährlich.
Und was ist mit der Umweltverschmutzung? Das arme Nicaragua könnte mehr Naturreservate haben als Costa Rica aber das Land ist sicher nicht sauber, oder? Nach dem Weltinstitut für Ressourcen, die die Menge von Pestiziden in Kilogramm misst, welche pro Hektar bei den Ernten verwendet werden, ist Costa Rica mit 18.726 Kilogramm pro Hektar an dritter Stelle der Länder, die die Umwelt am meisten kontaminieren,. Nicaragua ist an elfter Stelle abgeschlagen und verbraucht nur 357 Kilogramm pro Hektar. Mit der Behandlung von Abwasser zählt Nicaragua mit einer schlechten Infrastruktur, weil nur 35% des Abwassers behandelt werden kann, trotzdem, sieht dies nicht so schlecht aus, wenn es mit Costa Rica verglichen wird, wo nur 5% der Abwässer behandelt werden.
Mit Sicherheit ist die Demokratie von Costa Rica Beifall und Anerkennung wert, sie haben eine wundervolle Verfassung, Modelle für die Bildung und Programme für das Gesundheitswesen. Aber kein Mensch in Costa Rica würde behaupten, dass es in der Regierung keine Korruption gibt. Korruption ist auch ein groβes Problem in der Geschichte Nicaraguas gewesen aber es wurden dramatische Änderungen vorgenommen, um die Korruption innerhalb der Regierung zu bekämpfen, eine virtuelle Institution in ganz Lateinamerika. Der ehemalige Präsident von Nicaragua, Arnoldo Alemán wurde vor kurzem zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt, weil ihm Korruption zu Last gelegt wurde. Das besondere an diesem Fall ist, dass Almán von seiner eigenen politischen Partei angeklagt wurde. Nicaragua ist wirklich das Land wo Kork im Wasser versinkt und Blei schwimmt.
Ein wichtiger Punkt der Demokratie könnte die Wahlbeteiligung sein. Die Bevölkerung will, dass ihre Stimmen gehört werden. In Costa Rica wurden die letzten Präsidentschaftswahlen im Jahre 2002 abgehalten mit 60.96% der Stimmen, nicht schlecht, für einen Ort, wo die Wahlen keinen Impuls geben. In Nicaragua hat jeder Bürger das Recht mit 16 Jahren zu wählen. In den Präsidentschaftswahlen im Jahre 2001 wurde 93.4% der Personen, die wählen konnten registriert, so dass die Wahllokale 4 Stunden länger als vorgesehen geöffnet waren. Für die freien Wahlen ist Nicaragua der Angelpunkt in der Welt. Die Pressefreiheit ist auch ein Barometer der wahren Demokratie. Nach Studien, die im Oktober 2003 von Reportern ohne Grenzen veröffentlicht wurden, wird Costa Rica als das Land mit der größten Pressefreiheit in ganz Lateinamerika beurteilt. Nicaragua liegt mit dem dritten Platz der Liste vor 30 anderen Ländern Lateinamerikas.
Es ist offensichtlich, dass Nicaragua wegen seiner turbulenten Vergangenheit und seiner aktuellen finanziellen Situation ein schlimmeres Image hat als es der Realität entspricht. Ein Blick auf die jährlichen Folgen von AIDS Fällen in Prozentsätzen zeigen auf, dass in Mittelamerika wie in den Ländern Honduras 142.6 Einwohner pro 1 Million Einwohner betroffen sind, Panama mit 77,2 Fällen von AIDS pro eine Million Einwohner, El Salvador mit 65,9, Costa Rica mit 47 pro 1 Million Einwohner und auf dem letzten Platz befindet sich Nicaragua mit 2 Fällen von AIDS pro 1 Million Einwohner.
Diese endlosen Listen über verschiedene Statistiken, Prozentzahlen und Zahlen sind sehr ermüdend und tun nichts anderes, als den unendlichen Sinn für Humor der Menschen in Nicaragua, ihre Wärme und Gastfreundschaft zu demonstrieren. Die Statistiken können Nicaragua auch nicht ihr Licht, ihre Liebe zur Poesie oder die Widererfindung der spanischen Sprache nehmen. Die Statistiken tun sehr wenig um die eigene Kultur Nicaraguas wie seine Tänze, seine Musik und seine exzellente Küche, die man dort vorfindet, aufzuzeigen. Es gibt viele Qualitäten, die man nicht in Zahlen ausdrücken kann. Das man in Nicaragua das Mögliche als unmöglich und dass Unmögliche als bekannt ansieht verdankt man seiner Einwohner. Kein Schriftsteller kann sich sein eigenes Urteil anhand einer langen Liste von Zahlen bilden. Einige Qualitäten kann man nur kennen lernen, wenn man sie selbst spürt. Nur ein Besuch in Nicaragua kann Ihnen diese Befriedigung geben.
Quelle: Artikel von Richard Leonardi, www.nicaraguaphoto.com