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NICARAGUA
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Nicaraguas Geschichte

Turbulente Vergangenheit und leuchtende Zukunft


Nachfolgend finden Sie eine kurze Zusammenfassung von Nicaraguas reicher Geschichte, einschlieâlich der Zeit vor und nach der Kolonialisierung bis zum modernen Nicaragua.


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Das Leben in Nicaragua vor der Kolonisierung

Viele Menschen lebten im Territorium das heute Nicaragua ist. In der Pazifikregion, zum Beispiel, waren die Miribios, die auch als Subiabas bekannt sind, die Mangues oder die Chorotegas, die Nahuas oder Nicaraguas, die auch Niquiranos genannt wurden. Diese Menschen ließen sich in der Nähe von Seen und Vulkanen nieder und organisierten sich in kleinen Städten oder bäuerlichen Dörfern, die von einem Rat der Älteren geleitet wurden.

Ihre Art zu leben ähnelte den Kulturen von Mexiko, mit einem Handelssystem welches auf einen Tauschhandel oder im Austausch mit Personen aus der Nachbarschaft basierte. Sie bearbeiteten ihr Land und lebten von der Landwirtschaft, wobei hauptsächlich Mais angebaut wurde.

Vor der Ankunft der spanischen Eroberer waren die Chortegas und die Nicaraguas die dominanten Kulturen in der Pazifikregion. Die Maribios ließen sich hauptsächlich westlich der Vulkanketten nieder, die diese Region durchziehen, weswegen die jetzt so genannte "Marrabios"- Range, eine Verfälschung des indigen Wortes ist.

Die Menschen, die in der Karibik-Atlantik-Region wohnten, hatten mehr Verbindung zu Südamerika, man glaubt, dass sie aus dem Süden von Venezuela emigrierten. Die Sumos oder Sumus, die Miskitos und Tamas ließen sich an den karibischen Küsten nieder. Die Sumus und die Miskitos sind mehr miteinender verbunden, weswegen ihre Sprache auch sehr ähnlich ist. Die Miskitos sind heutzutage die größte ethnische Gruppe, während es eine kleinere Anzahl von Einheimischen der Rama Gruppe gibt.

Ihre Lebensgewohnheiten beinhalteten das Fehlen von natürlichen Städten, eine ansatzweise politische und soziale Organisation, eine nomadische Ökonomie und die Ausübung von Schamanismus.


Die Zeit der Eroberung

Im Jahre 1523, erreichte der spanische Kapitän Gil Gonzales de Avila den Golf von Nicoya und reiste von dort zu der Stadt der Chortega von Nicoya, begleitet von einer Truppe bestehend aus 100 Spaniern und 400 indianischen Hilfstruppen. Gil Gonzales kam später in das eigentliche Nicaragua über die Halbinsel von Rivas, wo der einheimische Führer Nicarao mit 6.000 von seinen Leuten die Taufe auf Forderung der Spanier empfingen. Bevor er die Taufe akzeptierte, unterhielten sich die Führer der Nicarao zuerst mit Gil Gonzalez de Avila über seine religiösen Glaubensansichten.

Gil Gonzalez und seine Expedition kam bis zum See und wurde dort von dem Indianerhäuptling Diriagen empfangen, der ihnen mehr Geschenke gab aber sich ihrer Gegenwart widersetzte und zusammen mit 4.000 Männern die Expedition umzingelte. Wobei sie einen von ihnen in Gefangenschaft nahmen und andere verletzten. Später gab es eine zweite Attacke durch den Häuptling Nicaragua aber Gil Gonzalez konnte sich in Sicherheit bringen und sicher den Golf von Nicoya erreichen und somit die Schiffe von Andres Niño.

Ende 1524, vollendete Francisco Hernandez de Cordoba die Eroberung der Region und gründete die Städte von Leonand Granada.

Im Jahre 1541 wurden die Gesetze zugunsten der Zentralisierung der spanischen Autoritäten verändert und ein gerichtliches System wurde etabliert, welches die Verteilung von Land und die Höhe der Steuern, die von der indianischen Bevölkerung in der Zukunft gefordert wurden, festlegte.

Die Kirche spielte eine wichtige Rolle seit der Zeit der Kolonialisierung. Um die Evangelisierung der indigen Bevölkerung zu erleichtern und um diese in die neue Gesellschaft zu integrieren - spirituell und materiell - kamen viele missionarische Orden nach Nicaragua, geleitet von Mönchen und Priestern.

Viele der indigen Bevölkerungen verehrten bestimmte katholische Heilige, welche mit ihren alten Göttern in Verbindung gebracht wurden: um Krankheiten zu heilen, um Vulkanausbrüche zu beruhigen oder um für eine erfolgreiche Ernte zu beten. Ein Beispiel für diese fortdauernde Inbrunst ist das Festival zu Ehren vom Heiligen Dominic von Guzman.

Im Jahre 1620 zerstörte ein Erdbeben die Stadt Leon, welche am Ufer der Sees Xolotlan lag. Die Stadt wurde am heutigen Platz wieder aufgebaut. In gewisser Weise war dies zum Vorteil der Stadt von Granadaas, dessen Handelsroute über den See Cocibolca und den San Juan Fluss ging aber die Stadt konnte nicht den Überraschungsangriffen von Piraten entkommen, die ebenfalls Zugang zu der Stadt über den Fluss und den See fanden.

Unter diesen Freibeutern war Henry Morgan. Die Piraten verhandelten normalerweise mit der indigen Bevölkerung, damit diese sich in der Karibik mit den Engländern von Jamaica trafen. Deswegen begannen diese die karibische Küste zu besuchen, um über Strategien zu verhandeln, welche die Rivalität zwischen Spaniern und den Beschützer der Karibik, England, erhöhte.


Das unabhängige Nicaragua und die Modernen Zeiten

Im Jahre 1821 wurde die Region Zentralamerikas für von den Spaniern unabhängig erklärt und in fünf Staaten aufgeteilt, welche später fünf souveräne Republiken wurden. Die Sklaverei wurde abgeschafft und Nicaragua begann eine Zeit sozialer und ökonomischer Entwicklung.

Die Rivalitäten und Konflikte zwischen der prominenten Elite von Leonard Grandawere waren verheerend für den Frieden der Provinz. Alle wollten Macht und die Kontrolle über die Regierung und nach Kämpfen zwischen den Liberalen und den Konservativen, brach im Jahre 1824 der erste von vielen Bürgerkriegen aus.

Wegen der Unfähigkeit ihrer Anführer eine Übereinkunft zu finden war das Land ein Objekt der Interessen derjenigen, die Nicaragua als eine mögliche Verbindungsstrecke zwischen den Ozeanen sahen, was nicht nur die Engländer einschloss, die ihre Rechte einforderten, sondern auch andere Abenteurer.

Von 1854 bis 1856 wurde in Nicaragua ein Bürgerkrieg gegen William Walker ausgetragen, der von den Leonliberalen (Demokraten) angeheuert wurde, um die Konservativen von Granada (Legitimsten) zu besiegen. Der Abenteurer übernahm die Kontrolle des Landes. Sein Interesse bestand darin einen Staat zu gründen, der die Transitroute des kalifornischen Goldrausches kontrollierte. William Walker wurde 1856 von den Nicaraguanern des Landes verwiesen, nachdem am 12. September ein günstiger Vertrag von beiden Seiten im Streit unterschrieben wurde (Granados Doña, 2002)

Im Jahre 1893 gewann die Liberale Partei - die von General Jose Santos Zelaya angeführt wurde - und viele Veränderungen im Land brachte: die Eisenbahn, Telegrafen, Häfen, Kaffeeplantagen und die Einverleibung der Mosquito Region. Es wurden sogar Anstrengungen unternommen, den Verbindungskanal zwischen den Ozeanen zu bauen aber dies war nicht möglich: erstens wegen den hohen Kosten und zweitens wurde Zelaya am 20. Dezember 1909 zum Abtritt wegen der Knox Note gezwungen. Danach wurde die Macht an die Koalition, die den liberalen Jose Estrade einschloss, weitergegeben und später an die konservativen Emiliano Chamorro, Luis Mena und Adolfo Diaz.

Am 23. May 1927 lehnt Augusto C. Sandino - ein Gewerkschaftler mit dem Rang eines Generals im Konstitutionellen Krieg - in Yali einen Pakt der USA mit den Liberalen ab, begann seinen Kampf und zog mit seiner kleinen Armee in die Region von Las Segovias.

Am 2. Januar 1933 wurde die Besetzung von Nicaragua beendet und einen Monat später erklärte sich Sandino bereit seine Waffen niederzulegen, im Austausch gegen das Versprechen der Liberalen und Konservativen die politische und ökonomische Souveränität Nicaraguas mit allen Mitteln zu bewahren.

Bevor die US Marine das Land verließ wurde das Kommando der 4.000 nicaraguanischen Soldaten der Nationalen Garde unter Anastasio Somoza García übergeben.

Anastasio und Luis Somoza Debayle fuhren mit ihrer Diktatur bis zum 19. Juli 1979 fort, bevor sie von den Sandinisten überwältigt wurden.

Am 4. November 1984 wurden die ersten Wahlen abgehalten und Kommandeur Daniel Ortega Saavedra wurde zum Präsidenten gewählt.


Violeta Barrios de Chamorro

Erneute nationale Wahlen wurden am 25. Februar 1990 abgehalten und Violeta Barrios, die Witwe von Pedro Joaquin Chamorro und Kandidatin für die Allianz die sich Union Nationaler Opposition (UNO) nannte, gewann die Präsidentschaft. Sie ist die einzige Frau, die jemals in diesen Ländern zu solch einen hohen Amt gewählt wurde.

Unter der Administration von Frau Chamorra wurden die Auslandsschulden bedeutsam reduziert.

Dreiundzwanzig Parteien und Allianzen beteiligten sich an den Präsidentschaftswahlen im Jahre 1996 und Dr. Arnoldo Aleman, der Kandidat der Konstitutionellen Liberalen Partei, wurde in das Amt gewählt. Die FSLN kam in diesen Wahlen auf den zweiten Platz.


Herr Enrique Bolaños G.

Die letzten Wahlen wurden am 4. November 2001 abgehalten und Herr Enrique Bolaños wurde zum Präsidenten gewählt. Die Wahlbeteiligung war sehr hoch, über 90%, eine ungewöhnlich hohe Rate in demokratischen Ländern.

Der gewählte Präsident übernahm die Macht am 10. Januar 2002 und begann eine neue Epoche in Nicaragua mit dem "Kampf gegen die Korruption".

Quelle: Institut für Tourismus, Nicaragua - www.intur.gob.ni


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